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Älter werden - jung bleiben

5. Aug.
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Aug.


Warum Lebensfreude kein Alter kennt



" Du bist so alt, wie du dich fühlst" - Diese Redewendung hast du bestimmt schon öfter gehört und ... sie stimmt wirklich. So war zB. mein schlimmster Geburtstag - ihr werdet es nicht glauben - mein 20. ster. 🙃

Da stand plötzlich eine Zwei anstelle einer Eins am Anfang meines Alters (von 19 - 20),

und ich war von heut auf morgen keine Jugendliche mehr,

ich sollte erwachsen sein ... meine Meinung/meine Gedanken/meine Vorstellung vom Leben.

Es fühlte sich so furchtbar an so alt zu sein.


Wie oft hab ich schon an diesen Geburtstag gedacht und darüber gelacht, wie ich mich mit zwanzig plötzlich alt fühlen konnte. Doch, es war halt ein Gefühl - "mein" Gefühl.


Und genau darum geht es oft bzw. meist in unserem Leben - um unsere Gefühle, Erwartungen, Gedanken, Bedenken, Ängste, um unsere Einstellungen ....

Für Kinder zählen Jugendliche bereits zu den Älteren, ganz zu schweigen von uns Eltern und Großeltern😊 Daran erkennen wir, dass dieses Älterwerden zeitlos ist und relativ früh beginnt. Es ist einfach ein kontinuierlicher Prozess, nichts anderes.


Das Leben ist ein ständiges Verändern und jeder Wandel ist wichtig und gut - denn es geht dabei um Weiter-Entwicklung.

Das Gegenteil davon wäre Stillstand, und ich denke, dafür sind wir nicht hier auf die Erde gekommen. Das Leben ist ein ständiges Lernen und Erfahren, und unsere Einstellung zum Leben und auch zu den Veränderungen ist entscheidend dafür, wie`s uns geht. Wenn wir immer wieder offen sind für das Neue, wirkt sich das auch positiv auf unser emotionales/seelisches Befinden aus.

Also freuen wir uns über Veränderung, über unsere Ent-wicklungen.

Freuen wir uns über das Älterwerden - denn es ist ein Geschenk.






„Die Geschenke des Älterwerdens.“

Oft sprechen die Menschen darüber, was man im Alter verliert.

Aber gibt es da nicht auch einiges, das wir mit dem Älterwerden gewinnen?

All die Erfahrungen haben die Menschen verändert, wachsen lassen. Viele haben sehr Wertvolles gewonnen: wie Gelassenheit, Verständnis, innere Ruhe und die Fähigkeit, sich selbst besser kennenzulernen.

Viele Menschen berichten, dass sie nicht mehr “leisten” müssen, um sich wertvoll zu fühlen.

Dass sie sich auch viel weniger mit anderen Menschen vergleichen, selbstbewusster geworden sind.

Und dass sie viel mehr auf ihr eigenes Herz hören. Vielleicht ist das eines der schönsten Geschenke des Älterwerdens.

Heute möchte ich dir gern ein paar Fragen, Anregungen und Gedanken mitgeben, die dich dabei unterstützen können, das Älterwerden bzw. generell Veränderungen neu zu betrachten und sich darüber sogar zu freuen. Hier zwei Fragen, die du für dich beantworten kannst, um zu sehen, wie du zu dem Thema stehst:

Wie alt bist du ... und wie alt fühlst du dich im Moment?

Was bedeutet für dich älter werden bzw. jung bleiben?





Wir beginnen mit einer Art



1. Bestandsaufnahme      

                                                                                                                                            

Dabei geht es darum, klar und relativ neutral die momentane Situation, Gegebenheit zu betrachten.

Wo stehst du gerade und was macht das mit dir?

In der Buchhaltung gibt es dafür zwei Spalten - Soll und Haben ... und so "fülle" auch du beide Spalten aus. Werde dir bewusst, was sich verändert, was gerade geschieht (körperlich, geistig, emotional, vielleicht örtlich, materiell, im Beruf oder in Beziehungen ...), und dann - nimm dies vorerst als gegeben an und akzeptiere es, wie es ist!

Die Dinge, Situationen, körperliche Zustände sind jetzt grad wie sie sind. Du brauchst nicht mehr gegen Tatsachen ankämpfen und kannst Erwartungen an dich und andere loslassen. So fällt eine Last ab und du kannst offen und frei werden für eine neue Sichtweise, für was Neues.


       Ängste, Probleme, Sorgen Dankbarkeit

                               -----------------------------------------------------------------------------            

Verlust Zufriedenheit

                                            Zukunft Offenheit

                                   Kontrolle/Sicherheit Vertrauen

                                 schwacher Selbstwert Gelassenheit ...




Dann geht es ans



2. Auf- und Ausräumen

                                                                                                                                                  

Schau dich in deinem Zuhause, deinem Büro, in deiner Umgebung um und gestalte es neu. Lasse die Vergangenheit hinter dir, sie war gut so wie sie war, doch sie ist vorbei. Räume Zimmer für Zimmer, Schränke, Schubladen, usw. aus. Sammle fröhliche, aufbauende, helle Erinnerungen in einer schönen Box und bewahre sie auf. Mache vielleicht, wenn es dir gefällt, ein Reinigungsritual - Fenster öffnen, Räuchern, Kerze ...

Und dann gestalte deine Räume neu. Dabei geht es weniger um großes "Umbauen", sondern um deine Intention - einen "neuen Platz" für dich zu finden und zu gestalten - einen Platz für DICH, an dem du dich wohlfühlst, Ruhe findest und bei dir sein kannst



3.Beziehungen                                                                                                                                                         


Beobachte deine Beziehungen - ob Familie, Freundes- und Bekanntenkreis, ob mit Arbeitskollegen oder in Vereinen ... Es geht um Beziehung zu anderen, um das Miteinander.

Wie stehst du zu wem?

Wieviel Zeit verbringst du mit wem?

Überlege, bei welchen Personen du die gemeinsame Zeit eher kürzen solltest, weil sie dich Energie kosten, vielleicht sogar belasten. Du wirst bestimmt auch schon festgestellt haben, dass du dich nach einem Telefonat oder Gespräch mit bestimmten Menschen müde fühlst, ohne erklärbaren Grund, irgendwie ausgelaugt. Und umgib dich mit Menschen dir gut tun, mit Gleichgesinnten.

Verbringe mit ihnen mehr Zeit.

Beziehungen sollten “gepflegt” werden - ja, jedoch nicht “festgehalten”. Manchmal verändern sich Beziehungen ganz natürlich. Menschen begleiten uns ein Stück des Weges und dann trennen sich die Wege wieder. Das bedeutet nicht, dass etwas falsch gelaufen ist. Oft beginnt einfach ein neuer Lebensabschnitt.



4.Gesundheit                                                                                                                                                       


Körper, Geist und Seele gehören zusammen Wie geht es dir? Wie fühlst du dich wirklich, auf einer Skala von 1 - 10 (wenn 10 sehr gut ist)? Hör in dich rein und sei ehrlich mit und zu dir selber.

Wenn im Körper etwas "kaputt" ist, soll es "repariert" werden. Oft lohnt es sich, neben der körperlichen Behandlung auch darauf zu schauen, was uns emotional oder seelisch belastet.

Körper, Geist und Seele beeinflussen sich gegenseitig. Körperliche Probleme haben meist einen tieferen Ursprung.


"Geh du voran", sagte die Seele zum Körper, "

denn auf mich hört er nicht, vielleicht hört er auf dich."

Der Körper zur Seele:

"Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für dich haben",

sagte der Körper zur Seele.


Nimm Hilfe in Anspruch: ob in der klassischen Medizin, Physiotherapie, Psychologie, in der Alternativmedizin, beim Heilpraktiker, Energetiker, in der Osteopathie, in einer Beratung, bei einem Coaching, bei verschiedensten anderen Therapieformen ... hol dir Hilfe und Unterstützung



Ernährung    

                                                                                                                                                       

Es gibt keine allgemeine Richtlinie, denn jeder Menschen reagiert anders. Es spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle wie zB die Blutgruppe, Veranlagung, Vererbung, Allergien, uvm. ... Beobachte deine Essensgewohnheiten und vor allem deinen Körper, wie er auf welche Speisen "reagiert". Höre auf ihn und frage ihn, was er braucht/möchte, ...

"Gewohnheiten" können auch geändert werden - probier´s aus! Achte und schätze das reichhaltige Angebot von Mutter Natur, all die guten Nahrungsmittel und das Wasser - sei dankbar für all die Fülle.



Bewegung und frische Luft 


Geh regelmäßig an die frische Luft, in den Wald, an einen Bach oder See, an`s Meer ...

atme immer wieder mal bewusst tief ein und aus ... öffne dabei deinen Brustraum, deine Lunge und dein Herz.

Es tut Körper und Seele gut. Und probiere aus, welche körperliche Aktivität für dich die richtige ist - was dir wirklich Freude macht. Es gibt so viele Sportmöglichkeiten, die die Beweglichkeit fördern, Herz und Kreislauf in Schwung halten, dir und deinem Körper einfach gut tun ohne dich zu überfordern - Wandern, Radfahren, (e-bike), Schwimmen, Pilates, Yoga, Turnen, Tanzen, ... Manchmal ist etwas Selbstdisziplin gefragt, so tun zb. leichte Dehnungs- und Aufwärmübungen sowie Gleichgewichtsübungen am Morgen deinem Körper gut, doch es soll kein Zwang, kein Kämpfen, kein Durchhalten um jeden Preis sein ... Es soll Freude bereiten.



Schlaf                                                                                                                                           


Ausreichend Schlaf ist für die Gesundheit ebenfalls sehr wichtig. Förderlich ist es "bewusst" ins Bett zu gehen - dh.. nicht unbedingt kurz zuvor belastende Nachrichten, Filme (TV, PC, am Handy ...) oder anstrengende, aufwühlende Beiträge zu konsumieren.

Schöne Musik, ein gutes Buch, ein Abendspaziergang, ein gutes Gespräch beruhigen.

Eine "Dankbarkeitsübung" ermöglicht einen schönen, zufriedenen Tagesabschluss.

Wofür bist du heute dankbar, welche Momente, Begegnungen waren besonders ...



Tu dir Gutes                                                                                                                                                  


Gönne dir ab und zu eine Massage, einen Ausflug, einen Urlaub oder auch einfach mal ein Eis oder sonst etwas, das dir Freude macht. Achte auch auf dein Aussehen und freue dich über dich selber - das hat nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern mit Selbstwert/liebe und Dankbarkeit.


Nun geht es um



5.Deine Träume:                                                                                                                                                                                               

Es ist Zeit etwas Neues zu ent-decken oder längst vergessene Wünsche wieder hervorzuholen.

Bei den folgenden Fragen lass dein Herz, antworten - spüre wie es sich anfühlt.

Was hast du als Kind am liebsten gemacht?

Was wolltest du als Kind mal werden?

Was sind deine Fähigkeiten, deine Gaben?

Was kannst du gut, was fällt dir leicht? Wobei/wann hast du dich so richtig wohl und gut gefühlt? (bei welcher Tätigkeit)

Wer lebt deinen Traum und warum würdest du gern so leben?

Was steht auf deinem Vision-board?

Was würdest du tun, wenn du plötzlich € 27.000.000,-- hättest?


Es gibt soso vieles, das du jetzt machen kannst, das zuvor vielleicht noch keinen Platz hatte, wofür du noch keine Zeit hattest. Du vielleicht für nicht passend oder nicht für möglich gehalten hast. Wo du vielleicht achtest - das tut man nicht, doch warum nicht ... jetzt vielleicht doch?! Ich hab schon öfter beobachtet, dass Omas und Opas mit ihren Enkeln “Verrücktes” unternehmen, das sie als Eltern nie gemacht haben - zB. auch “Kindisch-zu-sein” ☺️- eine schöne, neue Erfahrung.


Es ist nie zu spät für was Neues. Egal ob was Kleines oder auch Großes. Du alleine entscheidest!

Vertraue darauf - Alles ist möglich.

Entdecke deine Träume, deine Visionen und beginne sie zu leben!


Ich denke, jung bleiben bedeutet gar nicht, keine Falten zu haben oder ewig leistungsfähig zu sein.

Für mich bedeutet es viel mehr - neugierig zu bleiben. Zu staunen. Zu träumen. Zu lachen.

Das Leben immer wieder neu willkommen zu heißen.


Denn das Alter zählt wohl die Jahre.

Das Herz aber zählt die schönen Momente.

Das innere Gefühl, die Freude am Leben.


Nun wünsche ich dir und allen Menschen Freude am Leben, an Veränderung, am Älterwerden und viele freudvolle und lebendige Momente.


 
 
 

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Isabella Falbesoner

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